Euromayday No Parade - 02.Mai 2015 - 19 Uhr Nordol

UmFairteilen reicht nicht!

Posted: September 12th, 2013 | Author: | Filed under: euromayday | 2 Comments »

aus einem kritischen Flugblatt zur „umfairteilen“ Demo am 14.9. in Bochum.

Wir müssen reden…

…weil Kapitalismus schon immer scheiße ist & UmFairteilen nicht ausreicht! Diese Krise macht wieder einmal deutlich, dass Kapitalismus und dauerhafter allgemeiner Wohlstand einfach nicht zusammen gehen.

Besonders Deutschland hat die Kosten und Auswirkungen der Krise lange auf andere abgewältzt. Es wird mit reichlich Stolz auf den eigenen Verzicht der nationale Standort verteidigt. Hierfür werden gerne Arbeitszeitverlängerungen, Nullrunden und andere Einschnitte in Kauf genommen.

Doch die Krise kommt auch in Deutschlang an. Nun stellen auch diejenigen, die sich der oben beschriebenen Wohlstands-Illusion über Jahrzehnte bequem hingaben fest, dass der Wohlfahrtsstaat im Kapitalismus auf Dauer keinen Platz hat.
 

Kapitalismus heißt Krise

Mitten in der Krise ruft ein UmFairteilen-Bündnis den Staat zur Hilfe, er möge Reiche höher besteuern. Es wird an die Parteien und politischen Spektren appelliert, die Hartz IV und andere Schweinereien eingeführt haben, sie mögen den Klassenkampf von oben doch etwas sozial verträglicher führen.

Dabei werden grundsätzliche Problematiken, interessante Forderungen und mögliche Handlungsweisen erst gar nicht betrachtet: Die Verteilung von gesellschaftlicher Macht, die Rolle des Staates, die Forderung nach freien Migrationsbewegungen und vor allem mögliche Widerstandsformen gegen Verarmung und eine autoritäre Krisenpolitik!

Der ständige brutale Angriff und die Zerstörung sozialer Garantien und demokratischer Rechte hat vor allem zum Ziel das System Kapitalismus zu sanieren um dessen vorherige Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Daran ändert auch eine Vermögenssteuer nichts.

Wir müssen handeln…

…weil wir es unerträglich finden, denjenigen die Wähler*innen zu organisieren, die Hartz IV & Co eingeführt, Kriege begründet, das Asylrecht abgeschafft haben und alles dafür tun, den Kapitalismus zu sanieren.

Unsere Ansätze gehen in eine andere Richtugn. Wir wollen soziale Kämpfe gegen eine Verarmungs- und Privatisierungspolitik europa- und weltweit solidarisch zu führen und miteinander solidarisch zu handeln.

Dazu sollten wir uns öffentlich Plätze wieder aneignen, sie besetzen, Zwangsräumungen verhindern, Stromsperren umgehen, Großdemonstrationen, Selbstverwaltung- und Selbsthilfe organisieren, die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen laut werden lassen, eine solidarische Ökonomie und Generalstreik praktisch werden lassen.

Umverteilen reicht nicht – lasst uns handeln


2 Comments on “UmFairteilen reicht nicht!”

  1. 1 LabourNet Germany: Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch » Am 14. September: In Berlin und Bochum auf die Straße für Umfairteilen! said at 17:55 on September 12th, 2013:

    […] Euromayday-Ruhr will Demo am Samstag kritisch begleiten: “UmFairteilen reicht nicht!” “Unter dem Motto »35 Jahre Hartz IV für seine Erfinder« wird der Vorbereitungskreis des Euromayday-Ruhr die UmFairteilen-Demo am Samstag den 14. September kritisch begleiten. In einem Flugblatt kritisiert der Euromayday-Ruhr: »Mitten in der Krise ruft ein UmFAIRteilenBündnis den Staat zur Hilfe, er möge Reiche höher besteuern. Es wird an die Parteien und politischen Spektren appelliert, die Hartz IV und andere Schweinereien eingeführt haben, sie mögen den Klassenkampf von oben doch etwas sozial verträglicher führen. Dabei werden grundsätzliche Problematiken, interessante Forderungen und mögliche Handlungsweisen erst gar nicht betrachtet: die Verteilung von gesellschaftlicher Macht, die Rolle des Staates, die Forderung nach freien Migrationsbewegungen und vor allem mögliche Widerstandsformen gegen Verarmung und eine autoritäre Krisenpolitik!«” Meldung bei bo-alternativ . Siehe das Flugblatt    und den Text bei Euromayday-Ruhr […]

  2. 2 Umfairteilen - Erwerbslosen Forum Deutschland (Forum) said at 07:35 on September 15th, 2013:

    […] […]